Was sind DALI & DALI-2? Leitfaden zur Steuerung gewerblicher Beleuchtung

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Veröffentlichungsdatum:2026-09-10 10:00:00

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Bei Projekten in Einkaufszentren, Hotels, Büros, Showrooms und Einzelhandelsketten taucht die Frage was ist DALI meist genau dann auf, wenn der Generalunternehmer die Beleuchtung mit Sensoren, Betriebszeitplänen oder einem BMS integrieren muss. YNDLUX (Yndlux Lighting Co., Ltd – 广东一诺德科技照明) ist ein Hersteller von gewerblichen LED-Leuchten in Zhongshan, Guangdong, China, der direkt an Planungsbüros, M&E-Unternehmen, Systemintegratoren, Filialfilialkunden und OEM-Partner liefert. Das Sortiment umfasst DC48V-Magnetschienenleuchten, AC-Schienensysteme, LED-Downlights sowie Linearleuchten und Trunking-Systeme – darunter Schienenleuchten, Magnetschienen und Downlights mit DALI-2-Zertifizierung.

Für Generalunternehmer ist DALI weit mehr als ein einfaches „Ein-, Ausschalten und Dimmen". Es handelt sich um eine adressierbare Steuerungsplattform, die Gruppenbildung, Szenenprogrammierung, Gerätestatusabfragen und die koordinierte Steuerung mehrerer Bereiche innerhalb eines Gebäudes ermöglicht. Wer genau versteht, was DALI ist, welche technischen Grenzen eine DALI-Linie hat und worin sich die erste DALI-Generation von DALI-2 unterscheidet, vermeidet viele Fehler bei Verdrahtung, Programmierung und Abnahme.

Was ist DALI und nach welchem Prinzip funktioniert es?

DALI steht für Digital Addressable Lighting Interface – eine digitale, adressierbare Schnittstelle zur Lichtsteuerung. Die technischen Kernanforderungen des Systems sind in der Normenreihe IEC 62386 festgelegt. Gegenüber Bauherren lässt sich DALI vereinfacht als „gemeinsame Sprache" beschreiben, über die Steuergeräte, Sensoren, Taster und LED-Treiber auf einem zweidrähtigen Steuerbus Befehle und Statusinformationen austauschen.

Jedes kompatible Betriebsgerät oder jeder Treiber kann eine eigene Adresse erhalten. Der Controller sendet Befehle an eine einzelne Adresse, eine Gruppe oder die gesamte Linie. So lässt sich beispielsweise die Beleuchtung in Fensterbereichen dimmen, eine Präsentationsszene im Showroom aufrufen, nicht genutzte Stockwerke abschalten oder ein defekter Treiber melden – ohne für jede Leuchte eine separate Steuerleitung verlegen zu müssen.

Eine Standard-DALI-Linie unterstützt bis zu 64 Control Gear – in der Regel LED-Treiber oder Vorschaltgeräte – mit 64 Kurzadressen. Herkömmliche Systeme bieten bis zu 16 Gruppen und 16 Szenen. Bei DALI-2 verfügen auch Steuergeräte über einen eigenen Adressraum gemäß der Struktur von IEC 62386. Die tatsächlich mögliche Anzahl hängt jedoch vom Stromverbrauch der einzelnen Geräte, der Busspannungsversorgung und der Systemarchitektur des jeweiligen Anbieters ab.

Wichtige Bus-Parameter im Überblick

  • Der Bus verwendet zwei Steueradern, in der Regel polaritätsunabhängig.
  • Die Nennspannung des Busses beträgt üblicherweise ca. 16 VDC.
  • Der maximale Versorgungsstrom pro DALI-Linie beträgt 250 mA.
  • Bei einem Leiterquerschnitt von 1,5 mm² und kontrolliertem Spannungsabfall kann eine Leitungslänge von ca. 300 m erreicht werden.
  • Die Übertragungsgeschwindigkeit ist mit ca. 1.200 bit/s gering, reicht für eine stabile Lichtsteuerung jedoch vollkommen aus.
  • Die Verdrahtung kann als Linie, Stern oder Baum ausgeführt werden; Ringschlüsse sind zu vermeiden, sofern der Systemhersteller diese nicht ausdrücklich freigibt.

Das Verständnis von DALI allein reicht nicht aus, um die Kabelführung festzulegen. Ob Busleitung und Versorgungsleitung gemeinsam verlegt werden dürfen, hängt von der Isolationsklasse des Kabels, der Gerätekonstruktion, den örtlichen Elektrovorschriften und den Herstellerangaben ab. Es darf nicht grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass alle Signalkabel gemeinsam mit einer 230-V-Quelle in einem Rohr oder Kabelkanal geführt werden können.

Wie unterscheidet sich DALI von 0–10 V, Triac und DMX?

Um DALI besser einordnen zu können, sollte der Generalunternehmer es von anderen gängigen Dimm-Protokollen abgrenzen. Triac- oder Phasenanschnittsteuerungen greifen in die AC-Versorgungsspannung ein. Sie sind einfach zu installieren, bieten jedoch nur eingeschränkte Rückmeldungsfähigkeiten und keine individuelle Einzelleuchtensteuerung. Bei 0–10-V-Systemen wird ein analoges Spannungssignal übertragen. Das Prinzip ist leicht umsetzbar, doch teilen sich mehrere Treiber häufig ein gemeinsames Leitungspaar und verhalten sich daher eher wie eine Zone als wie unabhängig adressierbare Einzelgeräte.

DALI überträgt digitale Befehle bidirektional. Das System kann präzise Helligkeitswerte senden, Statusabfragen durchführen und – sofern die Geräte dies unterstützen – Leuchten- oder Treiberfehler erkennen. Soll die Zonenaufteilung geändert werden, lassen sich Gruppen per Software umprogrammieren, ohne zwingend die gesamte Stromkreisaufteilung neu vornehmen zu müssen.

DMX512 eignet sich für Bühnen, Medienfassaden oder dynamische Farb- und Lichteffekte mit vielen Kanälen. DALI ist langsamer, aber für Architektur- und Gewerbeleuchten optimiert, bei denen stabiler Betrieb, Gruppensteuerung, Energiemanagement und Wartungsfreundlichkeit im Vordergrund stehen. In Großgebäuden kann DALI die Allgemeinbeleuchtung übernehmen, während DMX für dekorative Lichteffekte zuständig ist.

Worin unterscheiden sich DALI-2 und die erste DALI-Generation?

Wer sich mit DALI beschäftigt, begegnet häufig drei Schreibweisen: DALI-2, dali2 und dali 2. Sie bezeichnen in der Regel dieselbe neue Normengeneration und das von der DALI Alliance verwaltete Zertifizierungsprogramm. Die offizielle Schreibweise lautet DALI-2.

Die erste DALI-Generation konzentrierte sich hauptsächlich auf Control Gear. Da einige Hersteller die Kompatibilität lediglich selbst deklarierten, arbeiteten Geräte verschiedener Marken nicht immer reibungslos zusammen. DALI-2 erweitert den Standard um Control Devices – darunter Application Controller, Sensoren, Taster und weitere Eingabegeräte – und führt ein strengeres Zertifizierungsverfahren ein, das die Interoperabilität verbessert.

Häufig relevante Teile der IEC 62386:

  • Part 101: Allgemeine Anforderungen an Systemkomponenten.
  • Part 102: Allgemeine Anforderungen an Control Gear, z. B. LED-Treiber.
  • Part 103: Allgemeine Anforderungen an Control Devices.
  • Device Type 6 – DT6: LED-Treiber mit einem primären Steuerausgang.
  • Device Type 8 – DT8: Farbsteuerung für Tunable White, RGB oder RGBW – je nach Gerätekonfiguration.

DT6 kommt typischerweise bei einfarbigen Leuchten mit Dimmfunktion zum Einsatz. Ist eine Farbtemperaturänderung von 2.700 K bis 6.500 K gewünscht, kann DT8 Tunable White mehrere Farbkanäle unter einer einzigen Adresse steuern – und reduziert damit die Adressanzahl im Vergleich zu zwei separaten DT6-Treibern.

YNDLUX ist Mitglied der DALI Alliance und kann gewerbliche Leuchten mit DALI-2-Zertifizierung liefern. Bei Ausschreibungsunterlagen sollten Generalunternehmer Produktcode, Treibercode und die zugehörigen Zertifizierungsnachweise anfordern – eine Angabe wie „DALI compatible" genügt nicht. Die Zertifizierung eines Treibers bedeutet zudem nicht automatisch, dass das gesamte Steuerungssystem korrekt ausgelegt ist.

Architektur eines vollständigen DALI-Systems

Auf Projektebene muss die Erklärung von DALI stets mit der Systemarchitektur verknüpft sein. Eine DALI-Linie besteht üblicherweise aus folgenden Komponenten:

  • DALI-Busspannungsversorgung: versorgt die Steuerleitung mit Spannung und Strom.
  • Application Controller: verarbeitet Logik, Zeitpläne, Szenen und Sensorbefehle.
  • Control Gear: LED-Treiber, der Befehle empfängt und den Ausgang zum LED-Modul steuert.
  • Input Device: Präsenzmelder, Lichtsensor, Taster oder Benutzeroberfläche.
  • Gateway: verbindet DALI mit einem BMS oder anderen Plattformen wie KNX, BACnet oder Modbus.
  • Inbetriebnahme-Software: scannt Geräte, vergibt Adressen, erstellt Gruppen und Szenen und prüft auf Fehler.

Bei Projekten mit mehreren Stockwerken sollte das gesamte Gebäude nicht über eine einzige Linie laufen. Jedes Stockwerk oder jeder Funktionsbereich kann in separate DALI-Linien aufgeteilt werden, die anschließend über IP-Router oder Gateways verbunden werden. Diese Vorgehensweise begrenzt den Fehlerbereich, vereinfacht die Inbetriebnahme und erleichtert spätere Erweiterungen.

Ist DALI ein BMS?

Nein. DALI ist ein Feldbus-Protokoll für die Lichtsteuerung. Ein BMS verwaltet übergeordnete Systeme wie HVAC, Energieversorgung, Jalousien, Fehlermeldungen und den gebäudeweiten Betriebsplan. Ein Gateway übernimmt den Datenaustausch zwischen beiden Plattformen. Generalunternehmer sollten eine klare Point List erstellen, die festlegt, welche Informationen – Ein-/Aus-Status, Dimmlevel, Szenen, Leucht- und Treiberfehler sowie Notfallbefehle – an das BMS übergeben werden.

Anwendung bei Schienenleuchten, Magnetschienen und Downlights

Bei der Produktauswahl nach der Klärung von DALI müssen Treiber, Schienenmechanik und Verdrahtungskonzept gemeinsam betrachtet werden. Ein DALI-Treiber, der nachträglich in ein beliebiges Leuchtenkörpergehäuse eingesetzt wird, garantiert weder korrekten Betrieb noch die Erfüllung der Sicherheitsanforderungen.

DALI track light und DALI track lighting

Bei AC-Schienensystemen mit DALI track light muss die Schiene geeignete Leiter für die Spannungsversorgung und das DALI-Bussignalpaar enthalten. Eine verbreitete Konfiguration ist eine Mehrleiter-Schiene mit Phasen-, Neutral-, Schutzleiter- und zwei DALI-Buspolen. Schienenstandard, Adapter und Leiteranordnung müssen genau geprüft werden, da ähnlich aussehende Schienensysteme mechanisch und elektrisch nicht zwangsläufig kompatibel sind.

Der Vorteil von DALI track lighting: Jeder Strahler auf einer gemeinsamen Schiene kann eine eigene Adresse erhalten. In einem Showroom lässt sich beispielsweise eine Gruppe auf 100 % für die Hauptprodukte, eine Akzentgruppe auf 30 % und eine fensternahe Gruppe in Abhängigkeit vom Tageslicht betreiben. Bei einer Neugestaltung der Ausstellungsfläche erfolgt die Gruppenänderung überwiegend per Software.

DC48V-Magnetschienenleuchten

Bei Niedervolt-Magnetschienensystemen hängt die DALI-Architektur vom jeweiligen Systemdesign ab: Der Treiber kann im Leuchtenkörper, im Netzteil oder extern verbaut sein. Auch der Steuerbus kann direkt auf die Schiene geführt oder über ein Schnittstellenmodul umgesetzt werden. Generalunternehmer müssen daher das gesamte Schaltbild des DC48V-Systems, die Netzteildimensionierung, den Spannungsabfall auf der Schiene, die maximale Leuchtenanzahl und das Adressierungsverfahren verbindlich klären.

YNDLUX bietet DC48V-Magnetschienenleuchten mit projektspezifischen Steuerungsoptionen an. Bei der DALI-2-Version muss dies bereits in der Mustergenehmigungsphase festgelegt werden, da Adapter, Netzteil, Treiber und Schienenstruktur von On/Off- oder Funksteuerungsvarianten abweichen können.

DALI-Downlights und DALI Fixtures

DALI-Downlights eignen sich für Büros, Hotelkorridore, Besprechungsräume, Lobbys und Einzelhandelsflächen. Bei der Erstellung einer DALI-Fixtures-Liste sollten neben Leistung und Lichtstrom auch der minimale Dimmlevel, Flickerverhalten, Übergangsdauer beim Wechsel des Helligkeitsniveaus, Leistungsfaktor, THD, CCT, CRI, Abstrahlwinkel und Treiber-Kompatibilität geprüft werden.

YNDLUX kann DALI-2-zertifizierte Schienenleuchten, Magnetschienen und Downlights liefern und stellt auf Anfrage kostenlose IES/LDT-Dateien für Berechnungen in DIALux oder Relux bereit. Für OEM-Projekte können Leistung, Abstrahlwinkel, Gehäusefarbe, CCT, CRI und Treiberkonfiguration individuell abgestimmt werden. Alle endgültigen Parameter müssen durch Datenblatt und freigegebenes Muster bestätigt werden.

DALI-Planungsschritte für Generalunternehmer

1. Steuerungsanforderungen vor der Leuchtenauswahl festlegen

Zunächst sollte geklärt werden, welche Bereiche lediglich geschaltet werden, wo Dimmen erforderlich ist und wo Präsenzmelder, Daylight Harvesting, Tunable White oder BMS-Anbindung benötigt werden. Die Antwort auf was ist DALI muss in den Planungsunterlagen als konkrete Control Narrative ausgearbeitet werden – ein pauschaler Vermerk wie „DALI-gesteuerte Leuchten" reicht nicht aus.

2. Geräteliste und Adressbudget erstellen

Die Anzahl der Control Gear je Linie ist zu zählen – einschließlich Treiber in Leuchten, Relaismodulen, Jalousiesteuerungen und Notbeleuchtungsgeräten. Eine Auslegung nahe der 64-Adressen-Grenze sollte vermieden werden. Für spätere Layoutänderungen und Erweiterungen ist eine Reserve einzuplanen; außerdem muss der Gesamtbusstrom die Leistungsgrenze der Busspannungsversorgung einhalten.

3. Liniensegmentierung nach Raum und Funktion

Eine Linie sollte einen überschaubaren Bereich abdecken – etwa eine Einzelhandelszone, eine Gruppe von Besprechungsräumen oder einen Gebäudeflügel. Bereiche mit unabhängigen Betriebsanforderungen sollten nicht vollständig von einem einzigen Controller abhängen. Bei Filialketten empfiehlt sich eine standardisierte Linienstruktur und einheitliche Namenskonventionen, damit das Betriebsteam an verschiedenen Standorten einheitlich arbeiten kann.

4. Treiber und Dimmqualität prüfen

DALI regelt die Befehlsübertragung, garantiert jedoch keine einheitliche Lichtqualität aller Treiber. Zwei Treiber, die denselben Befehl „1 %" erhalten, können unterschiedliche Lichtstromwerte, Dimmkurven und Stabilitätseigenschaften aufweisen. Muster sollten bei 100 %, 50 %, 10 %, 5 % und dem geplanten Minimalwert geprüft werden. Für Kamerabereiche, Studios oder hochwertige Räume empfiehlt sich eine instrumentelle Flickermessung statt einer rein visuellen Beurteilung.

5. Abstimmung von Stromlauf-, Steuerungs- und Deckenplänen

Die Pläne müssen Versorgungsleitungen, Busleitungen, DALI-Busspannungsversorgung, Controller, Gateway, Sensoren und Steuerungspanels ausweisen. Schienenleuchten erfordern Details zu Einspeisepunkten und Busanschlüssen; Downlights benötigen Platz für den Treiber und einen Wartungszugang. Treiber und Gateways dürfen nicht an Stellen montiert werden, die nach der Fertigstellung der Decke nicht mehr zugänglich sind.

Inbetriebnahme und Systemabnahme

Die Inbetriebnahme ist die Phase, in der aus einzelnen Geräten ein funktionsfähiges System wird. Der Inbetriebnehmer muss Geräte scannen, Kurzadressen vergeben, Bezeichnungen nach Raumnummern oder Positionen vergeben, Gruppen bilden, Szenen speichern, Sensoren konfigurieren und das Ansprechverhalten prüfen. In dieser Phase hilft das Verständnis von DALI dem Generalunternehmer dabei, Software-, Spannungsversorgungs-, Bus- und Treiberfehler voneinander zu unterscheiden.

Ein vollständiger Abnahmetest sollte folgende Punkte umfassen:

  • Messung der Busspannung am Linienanfang und am entferntesten Punkt.
  • Prüfung auf Kurzschlüsse, Verwechslung des Busses mit der AC-Versorgung und Erdungsanschlüsse.
  • Bestätigung, dass die erkannte Geräteanzahl mit der Leuchtenplanung übereinstimmt.
  • Test von Broadcast-Befehlen, Gruppenbefehlen und Einzeladressbefehlen.
  • Prüfung des minimalen Dimmlevels, Szenenwechsel und Verhalten nach Spannungsausfall.
  • Test von Präsenzmeldern, Lichtsensoren und Verzögerungszeiten.
  • Prüfung der Fehlermeldungsübertragung an Gateway oder BMS.
  • Sicherung der Konfigurationsdatei und Übergabe der Adressliste.

Die Übergabedokumentation sollte Linienpläne, Gerätecodes, DALI-Adressen, Gruppen, Szenen, Softwareversionen, Backup-Dateien und Informationen zur Treiberersatzbeschaffung enthalten. Fehlen die Inbetriebnahmedaten, kann der Austausch eines Treibers nach einigen Jahren erheblich mehr Zeit in Anspruch nehmen als nötig.

Häufige Fehler und deren Behebung

Gerät wird beim Scan nicht gefunden

Busspannungsversorgung, Spannung am entferntesten Punkt, Kurzschlüsse und den korrekten DALI-Anschluss am Treiber prüfen. Einige Treiber verfügen über mehrere Klemmgruppen für Push-Dim, DALI oder 0–10 V; eine korrekte Verdrahtung an den falschen Anschluss führt dennoch zu fehlendem Geräteansprechverhalten.

Leuchte brennt, dimmt aber nicht

Die Leuchte erhält möglicherweise AC-Spannung, wurde aber noch nicht adressiert, keiner Gruppe zugewiesen oder besitzt keinen DALI-Treiber. Außerdem sollte geprüft werden, ob der Controller einen Broadcast-Befehl oder einen Befehl an eine andere Adresse sendet. Die Angabe „dimmable" in einem Angebot bedeutet nicht automatisch DALI-Unterstützung.

Instabiler Busbetrieb

Häufige Ursachen sind ein überlasteter Busstrom, zu lange Leitungen, zu geringer Querschnitt, mehrere schlecht ausgeführte Verbindungen oder der Anschluss zweier Busspannungsversorgungen, die nicht für den Parallelbetrieb ausgelegt sind. Elektromagnetische Störeinflüsse sollten ebenfalls berücksichtigt werden, wenn Busleitungen nahe an Frequenzumrichtern, Motoren oder Starkstromleitungen verlaufen.

Ungleichmäßiges Dimmen mehrerer Leuchten

Prüfen, ob alle Treiber dasselbe Modell, dieselbe Dimmkurve und dieselbe Ausgangsleistung aufweisen. Unterschiedliche Bins, Farbtemperaturen oder Wirkungsgrade der LED-Module können ebenfalls zu einem uneinheitlichen Helligkeitseindruck führen. Bei hohen Anforderungen sollten Leuchtengehäuse, Treiber und LED-Modul als vollständige Einheit gemeinsam bemustert und freigegeben werden.

Ist DALI für das Projekt wirtschaftlich?

Wenn Bauherren fragen, was DALI ist und warum Mehrkosten entstehen, sollte der Generalunternehmer die Lebenszykluskosten darstellen. Ein DALI-System erfordert DALI-Treiber, Busleitungen, Controller, Sensoren, Gateway und Inbetriebnahmeaufwand – die Anfangsinvestition liegt daher typischerweise über einer reinen On/Off-Lösung.

Im Gegenzug bietet das Projekt Energieeinsparungen durch Betriebszeitpläne, Präsenzmelder und Tageslichtnutzung; Flexibilität bei der Gruppenänderung ohne aufwendige Umverdrahtung; sowie kürzere Fehlerdiagnosezeiten dank Statusrückmeldung des Systems. Der Return on Investment ist am deutlichsten bei Gebäuden mit langer Betriebsdauer, häufigen Layoutänderungen oder dem Bedarf an zentraler Verwaltung.

Für eine belastbare Kostenkalkulation sollte nicht nur die Preisdifferenz der Leuchten betrachtet werden. Das gesamte System ist in einem BOQ zu erfassen: Control Gear, Busspannungsversorgung, Controller, Sensoren, Gateway, Softwarelizenzen, Schaltschränke, Kabel, Programmierung, Tests, Schulung und Wartung.

Checkliste für Produkt- und Lieferantenauswahl

  • DALI-2-Zertifizierung zum konkreten Treiber- oder Produktcode anfordern.
  • Prüfen, ob das Modell als DT6, DT8 Tunable White oder in einer anderen Steuerkonfiguration ausgeführt ist.
  • Minimalen Dimmlevel und Flickerqualität am Realmuster verifizieren.
  • Elektrisches und optisches Datenblatt, Maßzeichnung und Anschlussplan anfordern.
  • IES/LDT-Dateien für Beleuchtungsstärke, Gleichmäßigkeit und installierte Leistung verwenden.
  • Treibertauschbarkeit, Wartungszugang und Ersatzteilversorgungszeiten prüfen.
  • Bei Schienenleuchten: mechanische und elektrische Kompatibilität von Adapter und Schiene bestätigen.
  • Bei DC48V-Magnetschienen: Netzteildimensionierung, Spannungsabfall und Gesamtlast je Strang prüfen.
  • Inbetriebnahmeumfang verbindlich klären: wer vergibt Adressen, wer programmiert Szenen, wer führt die BMS-Integration durch.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Wer wirklich versteht, was DALI ist, kann als Generalunternehmer alle drei Ebenen gleichzeitig steuern – Leuchten, Bus-Infrastruktur und Betriebslogik. Eine hochwertige Leuchte mit falschem Treiber, eine korrekt aufgebaute Linie ohne Adressdokumentation oder ein leistungsfähiges Steuerungssystem ohne Betriebsszenarien können allesamt dazu führen, dass ein Projekt seine Ziele verfehlt. YNDLUX unterstützt bei der Auswahl von Schienenleuchten, DC48V-Magnetschienen und DALI-2-Downlights, stellt IES/LDT-Dateien bereit und arbeitet bei OEM-Konfigurationen auf Basis der Projektunterlagen mit. Die abschließende Systemintegration muss zwischen Leuchtenhersteller, Steuerungsanbieter und Inbetriebnehmer abgestimmt werden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist DALI und wie viele Leuchten kann eine Linie steuern?

Kurz gesagt ist DALI eine bidirektionale, digitale Lichtsteuerungsschnittstelle gemäß IEC 62386. Eine Standardlinie unterstützt bis zu 64 adressierbare Control Gear, doch die tatsächliche Leuchtenanzahl hängt von der Treiberanzahl je Leuchte, dem Gesamtbusstrom, der Leitungslänge und der Systemarchitektur ab.

Ist DALI-2 kompatibel mit älteren DALI-Geräten?

Viele ältere DALI Control Gear lassen sich in einem DALI-2-System betreiben, aber vollständige Kompatibilität sollte nicht vorausgesetzt werden. Es müssen der unterstützte Standard, die Firmware-Version und das tatsächliche Testergebnis jedes Geräts geprüft werden. Der Einsatz DALI-2-zertifizierter Produkte reduziert das Risiko beim Mischbetrieb verschiedener Marken.

Kann der DALI-Bus gemeinsam mit einer 230-V-Leitung verlegt werden?

Dies hängt von der Kabelisolationsklasse, der Gerätekonstruktion und den am Bauvorhaben geltenden Elektrovorschriften ab. Der DALI-Bus ist in vielen Konfigurationen nicht als SELV eingestuft, weshalb Kabel und Verlegeverfahren die entsprechenden Isolationsanforderungen erfüllen müssen. Signalkabel mit niedriger Isolationsklasse dürfen nicht ohne Weiteres gemeinsam mit Netzleitungen in einem Rohr oder Kabelkanal verlegt werden.

Welche DALI-2-Leuchten liefert YNDLUX?

YNDLUX liefert DALI-2-zertifizierte AC-Schienenleuchten, DC48V-Magnetschienensysteme und LED-Downlights für gewerbliche Projekte. Auf Anfrage werden kostenlose IES/LDT-Dateien bereitgestellt; OEM-Anpassungen hinsichtlich Leistung, Optik, CCT, CRI, Oberfläche und Treiber sind nach Bestätigung der Anforderungen möglich.

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